Tipps

Tierschutzombudsstelle informiert Katzenfreunde

Foto: Tierschutzombudsstelle Wien

Bei der Haltung von Wohnungskatzen ist einiges zu beachten. Besonders die Gefahr eines Fenstersturzes wird meist unterschätzt. Ein neues Video der Tierschutzombudsstelle Wien zeigt allen Katzenfreunden, was für ihre Lieblinge besonders wichtig ist.

 
Katzen brauchen verschiedene Kletter-, Versteck- und Aussichtsplätze. Sie benötigen außerdem ein Kratzbrett oder einen Kratzbaum, um ihrem Kratzbedürfnis nachzukommen. Dazu eignet sich auch Selbstgebasteltes, zum Beispiel ein mit einem Stück Schlingen-Teppichboden überzogenes Holzbrett oder ein Baumstamm mit einer Mindesthöhe von einem Meter.

 

Katzengras ist Pflicht

Wichtig ist auch, alle giftigen Pflanzen aus der Wohnung zu entfernen und den Katzen Katzengras anzubieten - dazu besteht in Österreich sogar eine gesetzliche Verpflichtung! Das Katzenklo sollte möglichst groß und ohne Haube sein. Auch bevorzugen Katzen für ihr "dringendes Bedürfnis" ein ruhiges Plätzchen. Als Spielzeug eignen sich zum Beispiel Bälle, Papierbälle, leere Klorollen, ein Karton zum Hineinklettern und raschelndes Seidenpapier.

 

 

Fenster und Balkone müssen gesichert sein

Das Video weist auch auf die große Gefahrenquelle "Fenstersturz" hin: Nach einer inoffiziellen Umfrage der Wiener Tierschutzombudsstelle werden in den warmen Monaten bis zu 15 Katzen täglich in Wiener Kliniken und Veterinärpraxen wegen Verletzungen nach einem Fenstersturz gebracht. Diese Zahl ist alarmierend - lässt sie doch auf eine hohe "Dunkelziffer" schließen. Zusätzlich fatal: viele Tiere werden nach so einem Unfall gar nicht zu Tierärzten gebracht, weil sie keine äußeren Verletzungen aufweisen. Innere Blutungen sind für Tierhalter aber nicht ersichtlich und können sogar bis zum Tode führen!

 

Wer Fenster und Balkone nicht sichert, macht sich strafbar

Die gesetzliche Situation rund ums Thema Fenstersturz ist eindeutig: Katzenhalter sind verpflichtet, ihre Fenster und Balkone, zu denen die Katze Zugang hat und bei denen Absturzgefahr besteht, mit einem Gitter oder Netz zu sichern. Auch bei gekippten Fenstern ist darauf zu achten, dass die Katze nicht durchklettern und sich verletzen kann. Sowohl Fachhandel als auch eigens auf Absturzsicherungen spezialisierte Firmen bieten fertige Katzengitter/-netze beziehungsweise individuelle Lösungen.

 

Bis zu 7500 Euro Strafe

Katzenhalter, die ihre Fenster und Balkone nicht sichern, begehen Verwaltungsübertretungen und müssen mit Strafen bis zu 7500 Euro rechnen. Gleiches gilt, wenn Katzen durch nicht gesicherte Fenster und Balkone zu Schaden kommen.

 

Quelle: http://www.krone.at/tierecke/tierschutzombudsstelle-informiert-katzenfreunde-neues-video-story-573914     (16.06.2017, 13:00 Uhr)

 

 


Leckeres Katzengras ganz einfach selbst ansäen

Wer kennt das nicht: Man ist auf der Suche nach leckerem Katzengras für seine Samtpfoten, aber man findet oft nur wenig Ansprechendes in den Gartencentern und Zoofachhandlungen. Auch hat das angebotene Gras oft „schneidige“ Blattränder, an denen sich unsere Samtpfoten dann verletzen können, entweder im Mäulchen oder im Magen.

 

Eine wirklich gute Lösung ist hier, das Gras ganz einfach selbst anzusäen. Es ist ganz unkompliziert, sehr kostengünstig, und man hat beste Qualität. Dazu geht man einfach zu einem Samenhändler und fragt nach UNGEBEIZTEM HAFER. „Ungebeizt“ ist deshalb sehr wichtig, damit unsere Lieblinge keine Pflanzenschutzmittel mitessen müssen. Wichtig ist auch, die Samen an einem luftigen, trockenen Platz zu lagern, am besten am Balkon oder im Gartenhaus zum Beispiel.

 

Dann braucht man nur noch eine gute Blumenerde, am besten Aussaat- oder Kräutererde, in Gärtnerqualität. Und einen Blumentopf. Ich nehme immer Plastiktöpfe, da man sie am besten hygienisch reinigen kann. Denn nach ca. 3 – 4 Wochen muss man das Gras wegwerfen, weil es dann nicht mehr so frisch und lecker ist. Also sollte der Topf immer schnell und gut zu reinigen sein, damit er gleich wieder sauber zum Einsatz kommt für die nächste Saat. Denn die Katzen warten dann immer schon ganz hart darauf, dass es wieder frisches Gras zum Knabbern gibt! :) 

 

Und nun zur Aussaat: Man füllt die Erde locker bis ungefähr zur Hälfte des Topfes ein, drückt sie mit der Hand ganz leicht fest und wässert sie – natürlich OHNE Düngemittel – damit alles gut durchfeuchtet ist. Dann kommt die zweite Hälfte Erde bis ca. 5 cm unter den Rand, wieder leicht andrücken. Dann noch eine kleine Schicht lockere Erde drauf, bis ca. 2 cm unter den Rand. Diese Schicht nicht mehr andrücken. Darauf dann die Hafersamen streuen, bis alles schön bedeckt ist. Dann nochmal darüber gießen, damit alles schön durchfeuchtet ist. Überschüssiges Wasser einfach aus dem Untersetzer leeren. Nun den Topf mit den Samen an einen sonnigen, hellen Ort stellen – am besten in die Nähe eines Fensters oder auf den Balkon oder Terrasse. Wichtig ist natürlich auch, dass die Katzen schön dazukommen, und genügend Platz zum gemütlichen Knabbern haben. Sie liegen auch sehr gerne daneben, darunter oder dahinter versteckt, wie man auf den Fotos meiner beiden Jungs Leo und Pauli gut sehen kann. :)

Jetzt muss man nur noch warten. Aber nicht lange, denn schon nach ca. 5 Tagen kommen schon die ersten grünen Spitzen des Grases zum Vorschein. Und dann geht es ganz schnell – man kann richtig beim Wachsen zusehen! Gießen muss man eher selten. In der Wohnung das erste Mal nach der Aussaat erst wieder nach ca. 1 – 2 Wochen. Am Balkon oder auf der Terrasse, wenn es draußen sehr warm ist, natürlich entsprechend öfter. Aber man muss nur schauen, ob die Erde schon trocken ist oder die Gräser schon etwas runterhängen, und dann einfach wieder gießen. Und natürlich immer OHNE Dünger! Nach ca. 3 – 4 Wochen ist das Gras dann nicht mehr so lecker und frisch, und man wirft es einfach mitsamt dem Erdballen weg. Den Topf sauber mit (am besten biologischem) Handgeschirrspülmittel auswaschen, gut mit klarem Wasser nachspülen, und fertig ist er für die nächste Aussaat.

 

Damit unsere geliebten Samtpfoten keine Wartezeit auf das nächste Gras erdulden müssen, kann man natürlich schon in einem zweiten Topf das nächste Gras aussäen, wenn das erste Gras noch frisch ist, also nach ca. 2 Wochen. Dann ist das neue Gras schon da, wenn das alte weggeworfen wird, und die Katzen können durchgehend knabbern und genießen.

 

Übrigens: Auch für uns Menschen ist das Hafergras sehr gesund und schmeckt wirklich lecker! Ich knabbere auch immer wieder mal ein Hälmchen, und ich kann nur sagen, es schmeckt wirklich ausgezeichnet – würzig-süßlich und sehr saftig! Einfach ein Hälmchen aus dem Topf zupfen und pur genießen! Aber Achtung: Meine beiden haben mich immer etwas vorwurfsvoll angeschaut, wenn ich mir direkt aus dem Topf eines ihrer kostbaren Gräser gezupft habe. Schließlich ist es ja IHRES! ;-) Also habe ich mir einfach angewöhnt, die neben dem Topf liegenden Hälmchen zu verspeisen, die bei ihrer begeisterten Knabberei immer wieder mal runterfallen und liegenbleiben. Wenn man sie gleich aufklaubt, sind sie sogar noch ziemlich frisch. :-D

 

Also dann, rein ins grüne Vergnügen und viel Spaß und guten Appetit! :)

 

Liebe Grüße,

 

 

eure Sylvia mit Leo & Pauli